Mango-Bäume als klimaschützende Maßnahme

580 Mangobäume für Nepal

Wusstest du, dass Indien, an welches Nepal unmittelbar angrenzt,  der größte Produzent für Mangos weltweit ist? Wir lieben das süße Fleisch dieser Frucht (ich persönlich ganz besonders das Mango-Eis), die bis zu 2 kg schwer werden kann. Gleichzeitig verfügt der über 30 m hoch werdende Baum über gewaltige Pfahlwurzeln – das ideale Hilfsmittel um Flussdämme zu befestigen. Wir haben uns die Eigenschaft dieses Baumes zu Nutze gemacht und über 580 Mangobäume zur Eindämmung von Überschwemmungen gepflanzt, gleichzeitig reichen die Wurzeln tief ins Erdreich und erlauben auch lange Trockenperioden zu überstehen.

Wir befinden uns in Mithila, einer 30.000 Einwohner zählenden Stadt im Süden von Nepal, in unmittelbarer Nähe zum Nähe zum Fluss Maraha. Der Klimawandel stellt hier die hauptsächlich von Landwirtschaft lebende Bevölkerung vor große Herausforderungen. Überschwemmungen und lange Trockenperioden werden zu einem zunehmendem Risiko. Im Rahmen einer Evaluierung der klimaverändernden Folgen wurde für Mithila mit der Maßnahme Mangobäume zu pflanzen individuell eine Lösung gefunden, die einerseits nachhaltigen Ausgleich zu den Klimaveränderungen, zum anderen der Bevölkerung über die Früchte eine interessante Einnahmequelle bietet.

Mithila ist nur eine von 6 Gemeindeverbänden im Rahmen unseres Projektes zur Verringerung des Klimawandels in Nepal. Soeben hat es erfolgreich das 2. Jahr abgeschlossen. In einem Zeitraum von 3,5 Jahren arbeiteten wir mit 6 Gemeindeverbänden im Süden von Nepal. Ziel ist es, der Bevölkerung das notwendige Wissen vermitteln, damit sie selbständig auf die klimatischen Veränderungen reagieren können. Für jede Gemeinde wurde dabei ein individueller Maßnahmenplan ausgearbeitet, der bereits im letzten Jahr begonnen wurde, in die Realität umgesetzt zu werden.

Hier ein kleiner Auszug aus der Vielfalt der Initiativen, die Menschen zu Eigenverantwortung leiten und Grundlage für ein dauerhaftes Einkommen werden:

  • 24 Vierundzwanzig Jugendliche und wurden speziell geschult und wirken nun in den Gemeinden als Multiplikatoren für die Bauern.
  • 79 Dorfgemeinschaften werden durch 70 Coaches  unterstützt, klimaresistente Modellbetriebe zu entwickeln, die Technologien zur Anpassung an den Klimawandel einsetzen, wie z.B. Kunststoffhäuser, Tropfbewässerung, Plastikmulch, Insekten-Pheromonfallen und biologische Pestizide. Die Bauern konnten damit bereits selbständig ein Einkommen von fast 20 Mio. NPR (das sind ca. 140.000 Eur) erzielen.
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  • In 40 Gemeinden wurden Sparclubs etabliert, die bereits 3,7 Mio. Rupien (ca. 28.000 Eur) angespart haben. Damit haben dieses Gemeinden auch Zugang zu Krediten und können so Betriebsmittel (z.B. Saatgut, Werkzeuge) anschaffen.
  • Wir wirken jedoch auch auf lokale Lieferanten von Betriebsmitteln ein, um ihr Wissen über umweltfreundliche Produkte und Technologien zu erweitern und die Lieferkette für klimaresistente landwirtschaftliche Betriebsmittel zu entwickeln. Nach der Schulung bieten sie nun klimaverträgliche landwirtschaftliche Betriebsmittel an und bauen gleichzeitig ihr Geschäft aus.
  • 3 öffentliche Teiche mit 4.000 Jungfische wurden durch die Bevölkerung angelegt und ein erster Erlös von 1,7 Mio. Rupien (12.600 Eur) erzielt.

Mit deiner Spende trägst du dazu bei, dass Menschen, die in Nepal von massiven klimatischen Veränderungen betroffen sind, eine neue Perspektive erhalten. Deine Hilfe verändert das Leben von Menschen, denn ein selbstbestimmtes Leben lässt sie aufblühen.

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